Mittwoch, 25. März 2015

Kapitel 1-3: Der erste Schamane/Bärenherz - Anna Fricke

25.03.2015 Kapitel 1-3:

Man liest weiter in das Buch hinein und wird schon im ersten Kapitel mit einer brutalen, blutrünstigen und von Männern dominierten Welt empfangen. Noch dazu wird eine Spezies als minderwertig betrachtet und dementsprechend behandelt. Man könnte fast meinen, diese Welt ist der unseren sehr ähnlich.
Man stößt auf Marica eine Orcfrau und wird sogleich mit ihrem, ich möchte sagen traurigen wie auch brutalen Leben konfrontiert.
Da musste ich Anna gleich Fragen wie sie auf die Idee gekommen ist Raidaresh gerade so darzustellen:



"Die Entstehung von Raidaresh:

Ich wurde gefragt, wie ich auf eine so gewalttätige und brutale Welt gekommen bin.
Hm, die Frage hat mich im ersten Moment etwas überrascht und dann zum Lachen gebracht. Ich bin ein großer Fan vom „Lied von Eis und Feuer“ und daneben fand ich meine Welt gar nicht so brutal. Dennoch, es stimmt: Raidaresh ist keine Märchenwelt. Im Gegenteil, sie ist unserer Welt verdammt ähnlich.
Die Frage, woher ich die Inspiration für diese grausame Welt her nehme hatte sich mir noch gar nicht gestellt. Die Welt ist so. Unsere Welt ist so. Ich wollte von Beginn an kein Märchen schreiben, ich wollte Realität, pure Realität und wenn man sich unsere eigene Geschichte mit Sklaven anschaut, dann habe ich es mit Marica eigentlich noch ganz gut gemeint.
Raidaresh ist eine große Parabel für unsere Welt, für eine Zeit, die längst vergangen ist und doch so nahe an uns dran, dass wir sie selbst nicht erkennen können. Natürlich gibt es keine Orcs, aber es gibt Sklaven in so vielen verschiedenen Arten, in so vielen Ländern und ja auch ganz nahe bei uns.

Woher kommt also diese Inspiration? Aus unserer Welt, aus den Erfahrungen, die ich jeden Tag sammle. Doch Raidaresh ist nicht nur schrecklich und brutal, dieses kleine Land birgt so viel mehr als das, man muss es nur erst entdecken. Ich selbst habe sie entdeckt. Ich würde nicht behaupten, dass ich sie erfunden hätte, es ist mehr, als habe ich sie gesehen und nachgezeichnet. Sie ist wie von selbst in mir gewachsen. Ich habe die Landschaften gesehen, zum Beispiel eine Siedlung voller friedfertiger Orcs, die imposanten Städte der Menschen, die rauchenden Gebirge der Drachen, die kalte Ebene, die Wüsten und den großen Strom. Und als ich genauer hinsah, erblickte ich die Menschen, ich sah ihre Häuser und ich sah die Orcs und was ich sah, das schockierte mich."
 - Anna Fricke 

Diese ersten 3 Kapitel waren schon sehr überwältigend für mich. Sie regen einen wirklich zum Nachdenken an. Man stellt automatisch Parallelen zu unserer echten Welt her und fragt sich: " Wie kann soviel Schmerz, Hass, Unterdrückung in unserer aufgeklärten Zeit noch überleben?"

Ich muss unbedingt weiterlesen. Und wundert euch nicht ich versuche Spoiler zu vermeiden, deswegen bekommt ihr nur klitzekleine Einblicke in die Geschichte ;)


 



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