Sonntag, 26. April 2015

Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte. - Catherynne M. Valente




*GASTREZENSION*
(c) Sebastian Kosch

Inhalt:
An einem langweiligen Tag, in einer langweiligen Küche, wäscht September langweilige gelb-rosa Teetassen ab. Genervt von dieser abartigen Monotonie erhält September eine einzigartige Chance, als plötzlich der Grüne Wind, samt Begleitung, der Leopardin der Lüfte, an ihrem Fenster stehen und sie einladen, eine Reise ins fantastische und aufregende Feenland anzutreten. Ohne schlechtes Gewissen und ohne Blick zurück, macht sich die zwölfjährige September auf und begleitet die zwei fremden Wesen.
Doch umso länger sich September im Feenland aufhält, desto mehr erfährt sie über die Untaten dort. Ein schreckliches Wesen, die bösartige Marquess, ausgestattet mit Zauberkräften und ausgerechnet Herrscherin über das Feenland tritt im Laufe des Buches immer mehr in den Vordergrund. Bei einem Treffen verlangt sie, dass September einen verschollenen Gegenstand aus dem Gespinstwald besorgen soll. Selbstbewusst und unter der Begleitung ihrer neu gewonnen Freunde, dem Lindwurm „A-bis-L“, und einem blauen Gschinn, der auf den Namen Samstag hört, hat die Protagonistin nur eines vor Augen. Sie muss die ihr gestellte Aufgabe so schnell wie möglich bewältigen. Welche das ist und ob September und ihre Freunde sich würdig erwiesen und es geschafft haben, das erfahrt ihr in diesem Buch.

Zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: rororo (1. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499216329
ISBN-13: 978-3499216329
               

Mein Leseeindruck:
Toll. Beeindruckend. Wunderbar. Fantastisch. Das sind die ersten Worte, die mir zu diesem Buch einfallen. Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Es beginnt mit dem unglaublich liebevoll und fantastisch gezeichneten und arrangierten Cover-Artwork, bis hin zu dem extrem langen, aber doch perfekt gewählten Buchtitel.
Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte, beginnt metaphorisch mit einem Sack voll Feenstaub und überschüttet den Leser ab der ersten Seite damit. Eine Geschichte mit einer derart guten Charakteren, tiefgründiger und gut durchdachter Charakterentwicklung und richtig viel Mut zur Fantasy, den man nur selten findet. Weiters besticht dieses Buch mit den gut gelungen und teilweise recht bizarren Bewohnern des Feenlandes. Ein Lindwurm hier, ein Zwerg dort, sprechende Gegenstände überall und keiner davon fühlt sich an als wäre er fehl am Platz. Auch die junge und liebevoll gestaltete Protagonistin hat in mir nie den Eindruck erwogen, nervig zu sein, oder unreif zu handeln. Hier darf ein Kind noch ein Kind sein und zum Helden werden.
Heldenmut gemischt mit kindlichen, oder alltäglichen Ängsten wird in einen Topf geworfen und das Resultat ist eine wunderbar geformte zwölfjährige, die keine Angst hat ihre Wünsche laut in die Welt zu schreien, während sie ein herzerwärmendes Freundschaftsverhältnis zu ihren Begleitern aufbaut.
Zu Gute kommt den wunderbaren Helden noch ein liebevoll, toller und fantasievoller Schreibstil, der den Leser vor lauter Feenstaub fast aus seinem Sessel schweben lässt. Feenstaub-Overload sozusagen. Methapern zu modernen Themen, sowie Zitate, die im Kopf bleiben findet man fast auf jeder einzelnen Seite dieses Buches.
Nicht minderwertiger sind die Zeichnungen im Buch, die am Anfang jedes Kapitels eingebaut sind. Sie passen perfekt zu der positiven und fantasievollen Grundstimmung des Buches und zeigen die verschiedenen Charaktere in schwarz weiß.

Fazit: Ich versuche mir den ganzen Feenstaub vom Körper zu waschen, während ich hoffe, dass Teil zwei mich noch mehr fesselt und dieses Buch noch toppt und ihr solltet in den Buchladen eures Vertrauens gehen und dieses Buch in euer Bücherregal aufnehmen!


(c) Sebastian Kosch



Hoffentlich bis zur nächsten Gastrezension
Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen
Sebastian Kosch

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