Dienstag, 6. Oktober 2015

Mouseheart,Die Herrschaft der Katzen - Lisa Fiedler

(c) Sebastian Kosch

Inhalt:

„Tief unter den Straßen von New York kämpfen Tierclans um eine geheimnisvolle Stadt – Atlantia. Nachdem es dem Mäusejungen Hopper und seinen Freunden gelungen ist, die Schreckensherrschaft von Titus, dem Rattenkaiser, zu beenden, könnte dort endlich wieder Frieden einkehren. Doch die Absetzung des Diktators hat auch das Bündnis mit Felina, der mächtigen Katzenkönigin, zerstört. Die Bürger Atlantias sind nun nirgendwo mehr sicher, denn die Katzen stürmen die Stadt. In all dem Chaos wird Hopper auch noch von Kammerjägern gefangen und in die Oberwelt entführt. Wird es ihm gelingen, nach Hause zurückzukehren und seinen Freunden beizustehen?“


Zum Buch:

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Egmont Schneiderbuch; Auflage: 1 (2. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3505135323
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: Hopper's Destiny

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Meine Meinung:

*****Spoiler-Alarm*****

Wer meine erste Rezi zu dieser Reihe noch nicht gelesen hat, muss damit rechnen, dass hier gespoilert wird. Logisch. Bitte lest zuerst Mouseheart - Die Prophezeiung der Mäuse, um diese Rezi zu genießen.

Es geht weiter in der Mäusewelt. Auch der zweite Teil von Mouseheart wurde mir geschenkt. Sehr zu meiner Freude, wie ihr wahrscheinlich schon in meiner ersten Rezi über diese Reihe gelesen habt.

Atlantia ist befreit, Kaiser Titus wurde gestürzt und die hinterhältigen Katzen vertrieben. Der Neuaufbau der Stadt und die Neuorganisierung der Nagergesellschaft stehen an erster Stelle. Während Firren sich wieder auf die Suche nach ihren Rangern macht.
Diese Last liegt auf den kleinen Schultern des Auserwählten Hopper und seinen Freunden.

Der zweite Band der Reihe kommt seinem Vorgänger gleich. Hopper kämpft mit der schweren Last der Auserwählte zu sein, während Pinkie ihren eigenen, militärischen Weg geht. Pip versucht noch immer aus den weiten Schatten seiner Geschwister zu treten. Zucker ist als Nachfolger von Titus natürlich dafür verantwortlich, mit Hopper, Atlantia wieder nagerfreundlich zu gestalten, doch das gelingt nach dem verheerenden Katzenchaos nicht so einfach wie geplant.

Anarchie im Mausland und ein Einfall einer neuen Bedrohung. Diesen Zwischenteil der Geschichte lebte ich mit den Charakteren mit. Es kostete den Charakteren viel Überwindung, gewisse Schritte zu gehen und der Kampf mit dem Gewissen spielt eine sehr große Rolle. Hopper ist wieder hin und her gerissen und will das Beste für jeden. Zweifelt aber doch immer wieder an sich selbst und seinen Fähigkeiten. Während Pinkie ihrem direkten Weg beibehält, egoistisch wie sie ist nur an sich selbst denkt, und sich immer mehr von Hopper distanziert.

Des weiteren muss ich zugeben, dass die Spannungsbögen gut gewählt und erzählt wurden. Jeder Bogen wird gut aufgebaut, spannend und logisch abgebaut und ist, da es ein Kinderbuch ist, hin und wieder ein wenig berechenbar, doch dies mindert nicht die Lesefreude an dem Buch.

Die neuen Charaktere zwangen mich direkt weiter zu lesen. Ich wollte unbedingt wissen wer, wieso, weshalb, warum. Guter Charakteraufbau, gute Varianz und auch die Wichtigkeit kleiner Dinge wurden berücksichtigt, die Charaktere ebenso ausmachen. Auch das Machtgehabe zwischen Pinkie und Hopper nimmt extremere Formen an, als im Vorgänger.

Je tiefer man in das Buch eintaucht, desto logischer wird die Welt und selbst die Fassade um La Rocha bröckelt langsam ab und wird aufgeklärt.

***SPOILER***





Eines muss ich dem Buch allerdings ankreiden. Ich bin mit 90% der Protagonisten klargekommen, aber Basketballratten? Echt jetzt? Die fand ich ein wenig fehl am Platz.

Die letzten hundert Seiten haben mich einfach so fasziniert, dass ich es kaum erwarten konnte, Teil drei zu lesen. Ich will wissen, was mit den drei Mäusegeschwistern passiert. Wie sich die Untergrundwelt entwickelt, während die Nager ihre Abenteuer erleben und wie es mit Pip weitergeht. Denn der Charakter hat ein unglaubliches, dunkles Entwicklungspotential.

Es gab sogar Momente, wo ich vor dem Buch saß und mir dachte:“ WOW, das hat er gerade nicht gemacht.“ Und mir der Mund vor Staunen offen blieb.

Wieder dabei waren natürlich die schönen Illustrationen, die ich in meiner ersten Rezi bis weit in den Himmel gelobt habe. In den Büchern findet man echte Meisterwerke an Zeichnungen. 


Fazit: Ich muss zugeben, ich hatte in diesem Teil eine längere Leseflaute, diese verschwand aber extrem schnell, als die neuen Charaktere ein- und aufgebaut wurden. Es hat dem ganzen frischen Wind gegeben. Teil zwei kann sich locker mit Teil eins dieser Reihe messen und ich freue mich dementsprechend auf den dritten Teil von Lisa Fiedler’s Mouseheart.

Sebastian Kosch

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