Montag, 27. März 2017

#blogpoesie in Kooperation mit dem Novumverlag



Letzte Woche konntet ihr ja schon bei der lieben Marie von mariessalondulivre den ersten Beitrag zum Thema #blogpoesie lesen. Diese Woche geht es bei mir weiter, natürlich auch in Kooperation mit dem Novumverlag.

Es geht darum der Poesie wieder ein wenig Leben einzuhauchen, da sie vom Aussterben bedroht ist. Na gut, das mag vielleicht etwas übertrieben sein, aber ihr versteht meinen Punkt. Außerdem kommt nun der Frühling und welche Zeit im Jahr wäre wohl besser geeignet für ein wenig Poesie als der Frühling selbst? Frühlingsgefühle inklusive Gedichte eine top Kombination.

Ich muss gestehen, dass mein Verhältnis zur Poesie ein eher gespaltenes ist. Ich liebe sie, wenn sie mich berühren kann, was ich ihr nicht unbedingt einfach mache und sie könnte mir nicht mehr egal sein, wenn ich nicht gerade in Stimmung bin. Ab und zu überkommt es mich und ich muss was aus der eigenen Feder zaubern, aber das ist selten leider.

Aus meiner Feder:

Ärgerst du dich noch grün und blau,
oder verstehst du schon?

Regst du dich noch über Taten anderer auf,
oder fühlst du dich schon hinein?

Machst du dein Leben noch von äußeren Einflüssen abhängig,
oder stehst du schon auf eigenen Beinen?

Vergräbst du dich noch in Selbstzweifeln,
oder nimmst du dich bereits an, wie du bist?

Glaubst du noch das, was man dir sagt,
oder machst du dir dein eigenes Bild?

Versteckst du deine Füße noch in Schuhen,
oder läufst du schon barfuß durch die Welt?

Saugst du noch den Smog der Stadt ein,
oder atmest du bereits das Leben?

Bläst du noch Trübsal,
oder freust du dich über jeden einzelnen Tag, jeden Neuanfang?

Hängst du noch an der Vergangenheit,
oder bist du schon frei, um zu leben?

Leben heißt zu atmen, zu lieben und zu vergeben, zu genießen mit Körper und Seele.

So sage mir, l(i)ebst du schon?



Ab und zu überkommt es mich, so hat es mir auch sehr gefallen das Buch "Die flüchtige Muse" von Arthur Häny zu lesen und euch jetzt auch meine Meinung dazu zu schildern. Es folgen natürlich auch mein Lieblingsgedicht aus dem Buch.


Dieser Gedichtband ist ein wenig morbide angehaucht, da der Tod und auch das Leben danach eine große Rolle spielen. Es findet sich aber auch die Liebe zur Natur, zum Herbst und auch zur inneren Kindheit in ihm. Ich zeig es euch einfach anhand meines Lieblingsgedichtes aus dem Band.

AUSBLICK IM NOVEMBER
Leise regt sich
die halb entblätterte
Weide vor dem Vorhand des Nebels.
Noch knapp erkennst du
dort drüben die Lärche,
auf welcher ein mächtiger Rabe sitzt.

Mit diesem Gedicht hat Arthur Häny wie ich finde eine perfekte Momentaufnahme eines Herbsttages im November geschaffen. Wenn man das Gedicht zum ersten Mal liest, vermag man die Bildlichkeit noch nicht komplett wahrzunehmen, aber beim zweiten Mal lesen fühlt man beinahe die kalte Luft um sich herum und sieht den Raben vor seinem inneren Auge. Mir ist es jedenfalls so ergangen.

Und diese Bildlichkeit zieht sich durch den ganzen Band, was ich sehr schön fand. Es wird in jedem Textabschnitt etwas vermittelt, etwas dem man vielleicht sogar schon selbst begegnet ist. Na neugierig? Ich habe gute Neuigkeiten für alle, die es geschafft haben bis hierher zu lesen. Danke dem Novumverlag kann ein Band "Die flüchtige Muse" von Arthur Häny verlost werden.

Was ihr dafür tun müsst? Sagt mir in den Komentaren oder auch auf Facebook wie ihr zu Poesie steht und schreibt mir ein eigenes kleines Werk. Der Gewinner wird dann ausgelost. Ich freue mich auf eure Teilnahme.




1 Kommentar:

  1. melde mich bezüglich des gewinnspiels: hier meine zeilen:

    vamiss:

    Du bringst afoch jede vawökte blume zum blühn, und du bringst afoch jeds eakoitete heaz zum glühn
    Du vastroihst so vüa wäame und vaschenkst so vü licht, und dei lächln vazaubat und betöat jeds gedicht
    Du fesslst alla duach dei eascheinung, dei figua, du entflommst des lodande feia in da natua
    Du blendest duach dein onblick, duach deine leidnschoft, du lockst mit deine augn, deina onziehungskroft.

    Du bringst afoch jede vadoate blume zum blühn, du bringst afoch jedn hoatn sta zum funkn sprühn
    Du reizt duach dei minikleid zua leibesvisitation, du entfesslst in jedm a gefühlsexplosion
    Du fasziniast duach dei ausstrohlung, dein sexappeal, du vahext jedn vastond duach dei vafüahrungsspiel
    Du earegst die gemüta, jedn anzelnen sinn, du mochst jedn gonz schoaf und hass scho seit onbeginn.

    Oba i vamiss jetzt nua dei liebe, denn die hob i bei dia no nie gsehn, gspiat oda ealebt
    Drum vamiss i jetzt dei woahre liebe, denn die host du scho long hamlich iagendwohin vaschleppt
    Und i vamiss no imma dei liebe, denn die host tiaf in dia vagrobm, zuagschütt und vasteckt
    Denn i vamiss afoch nua dei liebe, oba i glaub, die host du no goa net bei dia entdeckt.
    ______________

    liebe grüsse
    phil

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